Aerosoft Airbus A318/A319 Professional

Die Airbusse der A320-Reihe sind aus dem kommerziellen Luftverkehr der Kurz- und Mittelstrecke nicht mehr wegzudenken. Gemäß Wikipedia sind zum Beispiel zum Stichtag Februar 2018 allein 1445 A319 im Dienste verschiedener Fluggesellschaften unterwegs. Zu der Reihe gehören aber auch noch die A318, A320 und A321,  so dass erheblich mehr Maschinen dieser Reihe täglich am Himmel weltweit zu sehen sind.  Die Flugzeuge sind entweder mit IAE oder CFM Turbofan – Triebwerken lieferbar.

Take Off Dortmund

Kein Wunder also, dass dieses Flugzeug auch für die Flugsimulator-Piloten von großem Interesse war und ist. Aerosoft hatte schon für den FSX die Reihe der kleinen Airbusse umgesetzt, und so wartete die Fan-Gemeinde  ungeduldig auf eine Version für den P3D V4.x.

Dieses Warten hat nun ein Ende, und so haben Klaus (aka Ubootwilli) und ich ( Gunter aka Viking01) uns den Flieger mal näher angesehen.

Aerosoft erläutert auf der Webseite, dass die kleinen Airbusse völlig neu für 64Bit -Anwendungen programmiert wurden, aber noch nicht alle Systeme und Funktionen zur Verfügung stehen. Im Forum gibt es eine umfangreiche Liste der Features, die noch fehlen. Diese Liste wird aktualisiert, man kann den Fortschritt verfolgen. Daher stand für uns natürlich auch die Frage im Vordergrund, ob der Flieger schon im heutigen Zustand nutzbar ist und Spaß macht. Im Forum kann man auch sehr übersichtlich sehen, mit welchen Problemen sich manche User plagen. Allerdings wird sehr schnell auf Fragen reagiert.

Im Moment gibt es nur die A318 und A319 im einem Paket zum Preis von 59,95 €. Besitzer der FSX-Version erhalten einen Rabatt und zahlen nur 29,95€.

A318/A319

Wie beim FSX-Produkt auch, kann man das Bundle erwerben (A318/A319 und A320/A321). Auch hier gibt es Rabatte, wenn man das gewünschte Produkt bereits für den FSX sein Eigen nannte.

Bundle (wenn verfügbar)

Der Kauf und die Installation geben, wie bei Aerosoft üblich, keine Rätsel auf. Nach der Installation (Eingabe der Seriennummer erforderlich) stehen die Varianten der A318 und A319 mit den zwei verschiedenen Triebwerken und einigen Liveries zur Verfügung.

Es werden eine ganze Reihe von weiteren Tools zur Verfügung gestellt bzw. mit installiert. So kommt der Bus mit den Aerosoft Nav-Data, aktuell für Juli 2018, besser geht es nicht. Es sind im übrigen auch die Navigraph-Daten nutzbar. Weiterhin ist eine auf dieses Flugzeuge eingeschränkte Version des Tools FS2Crew Runway Awareness and Advisory System enthalten (RAAS).

Als weitere Neuerungen werden die Programme „True Glass“ und „Real Light“ von TFDi Design mit installiert. Damit sehen die Regentropfen auf der Windschutzscheibe sehr echt aus, und die Innenbeleuchtung wirkt auch sehr ansprechend. Beide Produkte sind uns aus anderen Addons bekannt, sie sind eine Bereicherung für dem Simulator!

Effekt von TrueGlass
TrueGlass nachts
Beleuchtung Cockpit

Aber damit nicht genug, auch ein Integrierter Fuel Planner wird mitgeliefert. Damit kann man sich das Errechnen des benötigten Treibstoffs vereinfachen und die Daten auch einfach über die Funktion Loadsheet ( Fuel/PAX/Cargo) eingeben. Damit ist der Flieger flux für den Flug konfiguriert, also eine feine Sache. Wer das nicht möchte, kann auch alles selber berechnen und einzeln eingeben.

Fuel Planner

Fuel Planner und Konfigurator scheinen recht ordentlich zu funktionieren. Wobei uns die Spritmengen-Berechnung nicht immer ganz stimmig zu sein scheint.

Vorm 1. Start sollte der Konfigurator angesehen und den eigenen Wünschen entsprechend eingestellt werden.

Konfigurator

Und unbedingt einen Blick in die Handbücher werfen. Besonders der Step-By-Step Guide ist hilfreich, um schnell in die Luft zu kommen. Wer aber den Bus wirklich beherrschen möchte, kommt um das Studium der Systeme nicht herum.

Das die Handbücher im PDF – Format mitgeliefert werden, ist ja heute durchaus üblich und auch zweckmässig. Sie sind, wie auch schon beim Vorgänger der FSX- Bus Version, recht ausführlich und ordentlich ausgeführt. Was uns aber weniger gut gefällt ist, dass alle wieder einmal nur in englischer Sprache dabei sind. Hier würden wir uns schon wünschen, dass es auch in Deutsch zu lesen wäre. Zumindest das Step-by-Step Tutorial (Schritt für Schritt Anleitung) sollte in Deutsch geschrieben sein.

Eine nette, schon aus der Vorgänger-Version bekannte Hilfe, ist das Tool ConnectPro. Damit kann (sollte) man sich die MCDU auf das Tablet bzw. Smartphone legen, dies vereinfacht die Bedienung stark. Leider hat dieses Tool bei uns beiden nicht funktioniert. Im Aerosoft Forum war man sehr hilfsbereit, aber es gab keine Lösung. Offenbar betrifft dieses Problem nur sehr wenige User. 

Änderung: Nach einer Neuinstallation des Airbus auf dem einen Rechner und der zusätzlichen Eingabe von /MCDU auf dem anderen Rechner funktionierte das Auslagern der MCDU!

Um den Bus näher kennen zu lernen und auch bewerten zu können, haben wir den folgen Flug durchgeführt:

Abflug: Dortmund (EDLW)  Gate 10, 19.7.2018, 15:00 Uhr Local

Luftfahrzeug: A319, Lufthansa D-AIBA

Zielort: Barcelona (LEBL)

Route: GMH1U GMH UL603 TESGA UZ729 BOMBI UN850 NATOR UN869 MILPA UN852 BALSI UY16 KURIR UY23 MTL UZ38 PPG UP84 ALBER

Ein paar Worte zur Flugvorbereitung: Der Aerosoft Airbus kommt, wie schon erwähnt, mit dem (heute) aktuellen NavData Cycle 1807.  Die gewünschte Flugroute kann man auf den verschiedensten Wegen bekommen. Ich nutze hauptsächlich SimBrief (www.simbrief.com). Das hat den Vorteil, dass man den erstellten Flugplan in fast allen Formaten für komplexere Addons herunterladen kann. Das gilt auch für die Aerosoft Airbus-Reihe. Die erstellte Route landet – wenn man den SimBrief Downloader richtig eingestellt hat – gleich im  Ordner für die Company Routes des Airbus und sie kann nachher in die MCDU eingegeben werden. Alternativ nutze ich auch Route Finder (rfinder.asalink.net), da fehlt aber die Download-Funktion. Dafür ist der Route Finder in meinen Electronic Flight Bag integriert, doch dazu gleich mehr. Nach der Route kommt dann das Wetter, ich nutze Active Sky für P3D V4. Da kann ich dann die aktuelle Startbahn für Dortmund feststellen und die wahrscheinliche Landebahn für Barcelona natürlich auch. Ebenfalls gibt mir Active Sky die Wind-Daten, die in die MCDU eingegeben werden sollten.

Um die passende Standard Instrument Departure (SID) und die Standard Arrival Procedure (STAR) zu finden, nutze ich den AIVLA Electronic Flightbag V2 (www.aivlasoft.com). Dieses nützliche Tool bleibt dann während des Fluges mein Begleiter, da es eine Unmenge an Informationen bereithält.

Am Gate in EDLW

Unser Flug beginnt natürlich Cold and Dark, aber man kann verschiedene Panel States in der MCDU auswählen. Beachtet werden muss aber, dass zum Beispiel „ready to fly“ nicht die notwendigen Angaben in der MCDU enthält!

MCDU Options

Das ist ein guter Punkt, um auf die Möglichkeiten des Airbus A319 von Aerosoft näher einzugehen. Ausgelegt ist das Flugzeug für „normal Operations“, das heißt, dass nicht alle Systeme bis ins Kleinste simuliert werden. Der User sitzt links und kann nun entscheiden, ob und ggf. wie viel Hilfe er von der Crew (= System) haben möchte.

Für Airbus-Neulinge empfiehlt es sich, den Co-Piloten zu nutzen, und ihn auch die Checklisten abarbeiten zu lassen. Man kann seine Aktionen  gut mitverfolgen und es später  alleine machen, wenn man fit in den Flows ist. Auch Mischformen sind möglich, zum Beispiel Checkliste ohne Co-Pilot und ähnliches. Man kann das bequem über die MCDU einstellen.

Wir kennen nun die Route und mit Hilfe des schon erwähnten  Airbus X Fuel Planners kann man mit den Daten aus dem erstellten Flugplan nun die Belade-Daten generieren, die in die MCDU eingegeben werden müssen.

MCDU Options 2

Für unseren Flug heute lassen wir den Co-Piloten mal im Flugzeug und schauen uns den Flieger während des obligatorischen Walk-Arounds von aussen an. Die Texturen sind sehr ordentlich, auch aus der Nähe scharf. Das scheint nicht für alle Texturen zu gelten, denn die Liste der noch nicht fertigen Teile enthält auch Hinweise auf Texturen. Ich kann von aussen aber  bei der genutzten Lufthansa-Livery nichts Nachteiliges entdecken.

Texturen Aussen
Texturen Aussen

Zurück im Cockpit ist man eigentlich gleich zu Hause, wenn man den Vorgänger Airbus (für den FSX) sein Eigen nannte, und das mit all seinen Vor- und Nachteilen. Zuweilen fällt das Erkennen der manchmal doch  recht kleinen Anzeigen etwas schwer. Erst in der Vergrößerung sind sie scharf und gut erkennbar, dafür fehlt aber dann der Gesamtüberblick. Die MCDU lässt sich für viele Zusatzfunktionen wunderbar vergrössern und auch verschieben, so zum Beispiel für das Öffnen der Türen oder um die notwendigen Eingaben zu machen. Dies ist natürlich auch für die anderen  Flightdisplays wünschenswert. Leider lassen sich zur Zeit nur die MCDUs und das PFD direkt mit einem Klickspot als 2D Pop-Up aufrufen. ECAMU und ECAML immerhin noch über die Menüleiste des P3D. Aber dieses Manko ist erkannt. Weitere Verbesserungen bezüglich der 2D-Pop-Ups sind in der Liste der noch fehlenden Features enthalten, man kann also hoffen.

Nasch dem Walk-Around und dem Einschalten der Batterien und der External Power kann es losgehen.

Dies ist natürlich kein Tutorial, wir schreiben nur ein Review, und deshalb folgen jetzt keine ausführlichen Beschreibungen der Procedures. Wir wollen nur die Flugphasen nutzen, um unsere Eindrücke wiederzugeben.

Cockpit Preparation

Die Abarbeitung der Flows, um das Flugzeug von Cold & Dark zu „bereit zu Take off“ zu bringen, sind im Step-By-Step Guide gut beschrieben. Ohne etwas Vorkenntnisse oder jegliche Systemkenntnisse wird man sich aber recht schwer tun zu verstehen, was da abläuft. Durch die vielen Möglichkeiten, vom Co-Piloten mit Checkliste  bis zu „ich mache alles selbst“ kann sich jeder Sim-Pilot das passende Verfahren aussuchen. Wir haben hier die größte Hilfe gewählt, um diese zu testen. Mit der Ausnahme einer etwas hakeligen Abarbeitung der Checkliste durch den virtuellen Co-Piloten (und das nur einmal), konnten wir keine Probleme feststellen. Die vorgelesenen Aktionen wurden richtig durchgeführt. Hat man die Option in den Einstellungen gewählt, kann man am oberen Rand des Bildschirms alles in Schriftform mitverfolgen. Dadurch erkennt man, warum es manchmal sehr lange dauert, bis etwas passiert. Das ist zum Beispiel beim Starten der APU der Fall und es wird erläutert, dass es halt in der Realität etwas dauert, bis die APU läuft und genutzt werden kann.

Die Eingabe des Flugplans kann manuell erfolgen oder, wie schon vorher beschrieben, mittels Company Route. Beide Verfahren funktionieren problemlos. Das gilt auch für die Eingabe der anderen Daten in die MCDU. Es sei hier nochmals darauf hingewiesen, dass alle Daten eingegeben werden müssen, wenn man Automatik des Autopiloten nutzen möchte.

Engine Start und Push-Back laufen ordentlich ab, der Sprechverkehr ist gut simuliert, und die Entfernung wie der Winkel des Push-Back lassen sich gut einstellen, das passt alles.

Bei Flugzeugen von Airbus muss man wissen, dass man so ziemlich alles automatisch ablaufen lassen (managed mode), oder aber selber steuern kann. Knackpunkt ist, dass man wissen muss, in welchem Mode man ist. Ein klassisches Beispiel, welches auch viel im Forum diskutiert wurde, ist der Climb. Wenn man vergißt, nach der Höheneingabe im Autopiloten auf den Knopf zu drücken, so dass ein orangener Punkt erscheint und anzeigt, dass der Flieger im Managed Mode steigen wird (gem. hinterlegten VNAV Daten), fehlen dem Bus wesentliche Daten und er würde mit eingeschaltetem AP wie wild steigen (zumindest hier in der Simulation). Das gilt sinngemäß für andere Phasen des Fluges genauso. Steht natürlich auch irgendwo im Handbuch…

Take Off EDLW

Nutzt man diesen Managed Mode, ist man nach dem Einfahren des Fahrwerks und der Klappen nur noch Zuschauer. Ist alles richtig eingegeben (man kann es nicht oft genug wiederholen!), fliegt der Bus die Route automatisch ab, alle Checklisten werden zeit- und situationsgerecht aufgerufen und erledigt.

Cockpit

Damit es nicht langweilig wird, hat Aerosoft ein bißchen Eye Candy eingefügt:

Zeitung
Smartphone

Rechtzeitig vor dem Top of Descent muss man sich natürlich mit dem Approach, der STAR, der Transition, eventuellen Höhen- und Geschwindigkeitsbeschränkungen und dem Wetter befassen und wieder selber tätig werden. Änderungen zur vorher eingegeben Verfahren müssen berücksichtigt und wieder eingegeben werden, dann kann der Descent kommen. Der automatische Descent läuft planmäßig ab. Bei unseren Flügen (es waren deutlich mehr als der hier beschriebene), klappte dies auch meistens. Wenn nicht, saß das Problem meist vor der Tastatur.

Enroute

Beim Descent – nicht nur nach Barcelona – fiel uns auf, dass die Berechnung des Top of Descent und der anschliessende Sinkflug bei den Passagieren wohl keine Freude ausgelöst hätten. Es ging immer steil herunter, nach kurzer Zeit wurde man aufgefordert für „more drag“ zu sorgen. Die Höhenbeschränkungen wurden eingehalten, aber hier sollte nochmal nachgeprüft werden.  Auch ein manuell früher eingeleiteter Sinkflug hilft nur dann, wenn man komplett manuell weiter sinkt, denn beim Erreichen des Profils geht der Bus wieder in einen sehr starken Sinkflug über.

Anflug Barcelona

Anflug und Landung waren dann kein Problem, auch AutoLand funktionierte einwandfrei.

Landung LEBL

Nach dem Abbremsen geht es  ans zugewiesene Gate, Aussteigen der Passagiere, Ausladen der Fracht, Flug geschafft.

Der Flieger geht, wenn man die Checkliste vollständig abarbeitet, in einen Wartezustand und nach ein paar Minuten in den Turn-Around-State. Damit kann es dann gleich zum nächsten Flug weiter gehen.

Am Gate in Barcelona

Soviel Technik zehrt natürlich an den Ressourcen des heimischen Rechners, und je nach Konfiguration und verwendeten Addons muss man ggf. die Einstellungen etwas korrigieren. Insgesamt aber konnten wir keine größeren Einbrüche in der Leistung feststellen. Der Airbus A319 verhielt sich im Bezug auf  die FPS bzw. ruckelfreies Fliegen genauso wie vergleichbar komplexe Addons anderer Hersteller.

Wie wirken sich die noch fehlenden Features auf den Betrieb des Busses aus? Nun, das ist sicherlich vom jeweiligen Anspruch des Users abhängig.

Für uns sind zum Beispiel die etwas fehlerhafte Berechnung der Fuel Temperature leicht zu verschmerzen. Ärgerlich aber nicht wirklich schlimm sind Probleme beim Wechsel  von KG zu LBS. Was vielleicht schwerer wiegt, sind die noch ausstehenden Anpassungen erkannter Mängel im Bereich des Autopiloten. Hier wird der eine oder andere User sicher die Step Climbs vermissen oder die Fehler beim Abfliegen der Holdings.

Jedem potentiellen Käufer ist nur zu empfehlen, sich die Liste der noch offenen Features genau anzusehen und dann zu entscheiden, ob man etwas wirklich braucht. Wer auf die Connected Flight Deck –  Funktion Wert legt, muss aber noch etwas warten. Diese Funktion – und viele andere Verbesserungen – werden mit dem SP 1 erwartet. Termin offen.

Was sehr gut gefallen hat, ist der Sound! Besonders die Triebwerke klingen sehr realistisch. Beider Reviewer haben etliche Flüge als Passagiere in einem der kleinen Busse erlebt und wir sind mit dem Sound wirklich sehr zufrieden.

Fazit Gunter: Für den Normal-Betrieb, ohne komplexere Verfahren wie zum Beispiel automatische Holdings oder Step Climbs, ist der Bus voll funktionsfähig. Auf unseren Flügen gab es kleinere Fehler, aber da saß das Problem vielleicht vor der Tastatur? Auch andere, vergleichbar komplexe Addons geben mir manchmal Rätsel auf und ich frage mich, was ich jetzt wieder falsch gemacht habe. Der Bus verlangt volle Aufmerksamkeit, es gibt bezüglich der Systeme viel zu lesen und zu lernen, um bald den Co-Piloten etwas zu entlasten und vieles selber zu machen. Für den Feierabend-Flieger ist der Bus dank der eingebauten Hilfen ebenfalls geeignet, man kann nach ein wenig Einarbeitung recht schnell in der Luft sein. Deshalb kann ich den Aerosoft Airbus A218/A319 Professional empfehlen, vorausgesetzt, man kann mit den noch offenen Features schon heute leben. Falls nicht, sollte man nach Release des SP1 nochmal neu nachdenken.

Cockpit

Fazit Klaus : Im Großen und Ganzen schließe ich mich meinem Vorschreiber an. Allerdings scheint mir der Bus insgesamt etwas empfindlicher im Flugverhalten zu sein. Gerade bei stark windigem Wetter ist er etwas „schaukelig“, zumindest für den Rudergänger am PC. Ob das der realen Flugsituation im Cockpit entspricht, kann ich nicht beurteilen. Als Pax allerdings hatte ich schon mehrfach das Vergnügen. Ansonsten ist mir das Cockpit etwas zu „steril“ und ungebraucht. Der aufrufbare Drucker wird als schwarzes Quadrat angezeigt, womit man nichts Richtiges anfangen kann. Das ND ist leider gar nicht über Tasten-Kombi aufrufbar. Die Sonnen-blenden der Seitenfenster sind zwar im offenen Zustand modelliert aber nicht animiert, so dass sie nur geschlossen angezeigt werden können. Mit dem Airport-Verkehrsaddon GSX arbeitet der Bus übrigens recht gut zusammen, Betanken und Beladen lässt sich so auf allen Airports simulieren. Alles in allem ist der „Kleine Bus“ durchaus gelungen und für Vorbesitzer der FSX Version durch die gute Rabattierung von 50% lohnenswert, wenn man zum Schluß 4 Flieger für ca. 40.- € bekommt. Noch ein Wort zu den Ablaufgeschwindigkeiten (fps) sowohl in Wien, als auch in Frankfurt, beides mit den einschlägigen Addons von Fly Tampa bzw. Mega Frankfurt Pro , sowie UTLive und Active Sky, waren diese durchaus sehr angenehm. Dies kommt natürlich sehr auf die verwendete Hardware und die sonstigen Einstellungen bei P3Dv4 an.

Also  ein zu empfehlender Flieger, der zwar noch nicht ganz ohne Macken ist, aber durchaus Spaß macht. Komplex, aber nicht bis in jede technische Funktion simuliert. Wer dies beherzigt bekommt einen netten Feierabendflieger zu einem relativ fairen Preis.

Unser Dank geht an Aerosoft für die Überlassung einer Review Copy!

Weitere Screenshots:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Orbx EU Netherlands TrueEarth

Seit ein paar Wochen sind nun auch die Niederlande in der ORBX – Welt zu erkunden. Dies alles in sehr hoher Auflösung und, glaubt man der Produktwerbung, in absolut neuer Technologie nur für den Flugsimulator Lockheed Martin Prepar3D v4.x. Allerdings ist zu lesen, dass man daran arbeitet, die Szenerie auch für die anderen bekannten Simulatoren zu optimieren (…wir arbeiten derzeit daran, das Produkt für Microsoft Flight Simulator X und die Lockheed Martin Prepar3D Versionen 1 bis 3 zu optimieren…).

Netherlands, High

Wir, Klaus und Gunter, haben uns zusammen mal die virtuellen Niederlande angesehen.

Amsterdam

Klaus: Bevor man jedoch Spaß an der schönen niederländischen Landschaft haben kann, heißt es, das ganze virtuelle Gelände auf den heimischen Rechenknecht zu schaufeln. Das ist leichter gesagt als getan. Knappe 73 GB wollen heruntergeladen werden und danach beginnt die Installations-Orgie. Wer nicht gerade Glück hat und eine absolut schnelle Internetverbindung besitzt, der sollte viel Zeit mitbringen, denn nur mal ebenso ist diese Szenerie nicht installiert. Es dauert und das kann bei dem ein oder anderen schon einmal 3-4 Tage in Anspruch nehmen.

Download

Ein Tipp: Am besten über Nacht downloaden und unbedingt einen Manager dafür verwenden der in der Lage ist, abgebrochene DL’s wieder aufzunehmen.

Ist die Datei dann auf dem Rechner, braucht es nur noch einen Speicher (HDD,SSD oder dergl.), der noch genügend freien Platz für die Installation hat. Da die Niederlande ja relativ klein sind scheint dies hier noch gerade so zu funktionieren, aber solche Installationsarien möchte ich nicht öfter unternehmen.

Zandford

Aber wie hat mal jemand gesagt „entscheidend ist was dabei hinten rauskommt“ und das kann sich unserer Meinung nach durchaus sehen lassen. Doch der Reihe nach.

Bei dieser „neuen“ Technologie TrueEarth HD, wird die Szenerie aufgrund von Orthofotos realisiert  und durch verschiedene, durch Hand ergänzte und verfeinerte Autogenobjekte aufgehübscht. Dieses Verfahren bringt durchaus mehr Realität in den Simulator. Der aber immer noch eins ist, ein Flugsimulator und kein Landschaftssimulator mit Fliegern, Schiffen und Autos. Trotz allem Unbill bei der Installation, hat es dann sehr viel Spaß gemacht die Tulpenfelder, Grachten, Inseln, Brücken, Dörfer und Städte zu erkunden.

ORBX-FTX verspricht auf der Web-Seite folgendes:

Die Gesamtheit der Niederlande in allen Einzelheiten dargestellt!

  • 85.000km2 fotoreales Gelände in 1m Auflösung
  • Vollständige saisonale Variation: 5 handfarbige Jahreszeiten!
  • Volle 3D Nachtbeleuchtung und Nacht Bodentexturen
  • 43 aktualisierte Flughäfen, einschließlich 18 nicht in der Standardlandschaft gefunden.
  • City Scene-Gebäudetechnik für alle großen Städte, Dörfer und Städte.
  • Unglaublich dichte autogene Vegetation.
  • Wunderschön bearbeitete Terrain-Texturen – koloriert, bearbeitet, aufgeräumt.
  • Maßgeschneiderte ländliche Variationen, einschließlich Tulpenfeldern im Frühling
  • Ultra HD-Mesh in 5m Auflösung. Die Niederlande mögen flach sein, aber unglaubliche Details wie Abraumhalden, Sanddünen und sogar Autobahnüberführungsrampen sind sichtbar
  • Genaue Straßen, Wasserwege, Brücken, Übertragungsleitungen und andere Vektor- / GIS-Komponenten.
  • Schöne kundenspezifische Texturen für alle Autogen Gebäude
  • Hunderte von benutzerdefinierten Landmarken und POI
  • Traditionelle niederländische Windmühlen • Größere Kirchen und Kathedralen nach Maß modelliert
  • Kundenspezifische Modelle für alle wichtigen TV- und Radiomasten
  • Viele große Brücken nach Maß • Benutzerdefinierte Schiffsmodelle einzigartig in den Niederlanden
  • Tausende von Hand platzierten Windturbinen, Raffinerien, Häfen und anderen Bibliotheksobjekten
  • Von Hand aufbereitete und kolorierte Wassertexturen, einschließlich kompletter Wassermasken
  • Voll kompatibel mit benachbarten Regionen (GES, GEN), ORBX Global und OpenLC Europe

Dies wird auch weitestgehend eingehalten, es kommt aber bei den Einstellungen sehr auf den hauseigenen PC an. Der sollte schon etwas breiter aufgestellt sein was GRAKA, CPU, Arbeitsspeicher und Speichermedium anbelangt. Dann kommt es natürlich auf die individuellen Einstellungen an und auch auf das, was sonst noch so dem Rechenknecht abverlangt werden soll. Wetterprogramm, AI-Verkehr und HiTech Dickblechflieger und zusätzlich noch die ein oder andere Zusatz-Airport Szenerie, da könnte der PC schon an seine Grenzen geraten. Der gute Eindruck entsteht meines Erachtens erst, wenn man Autogen und Vegetation mindestens auf „dense“ einstellt.

Hier muss man ein wenig Gespür haben um die richtigen Einstellungen für sich zu wählen. Ein reichhaltiges Control-Panel hilft dabei, die Niederlande individuell abzustimmen.

Tulpenfelder

Mir ist aufgefallen, dass gerade die Stadtgebiete sich schöner in die Szenerie einfügen. Die sonst immer vorhandenen „harten und willkürlichen Kanten“ sind nun viel harmonischer eingepasst, der Untergrund erscheint somit viel realer beim Überflug. Erkennbar ist aber auch hier noch, dass wenn man eine bestimmte Flughöhe unterschreitet es zu leicht unscharfen und verwaschenen Texturen kommt. Ebenfalls sind hier und dort Brücken und Straßen nicht 100% akkurat eingepasst (wäre wohl auch etwas zu viel verlangt).

Bridge Error

Gunter: Auch auf dem Land hat sich einiges getan. Ich habe gerade zwei Wochen Urlaub in den Niederlanden gemacht und bin jetzt einige der kleineren Orte, die ich besucht habe, im Simulator abgeflogen.  Texel, zum Beispiel, ist sehr gut wieder zu erkennen.

Texel

Überhaupt sind die Inseln vor der niederländischen Küste mit ihren verschiedenen Feldern, Wäldern und Sandbänken sehr gut wiedergegeben.

Westfriesische Inseln

Auch die kleinen Ortschaften passen gut. Seltsam ist allerdings, dass die an der holländischen Küsten sehr markanten Kirchen fehlen. Gleiches gilt für die nicht minder interessanten Leuchttürme. So ist den Helder mit seinem Hafen und dem Stadtbild sehr gut getroffen. Auch die „Donkere Duinen“-Landschaft passt bestens. Aber der markante Leuchtturm fehlt. Allerdings ist das „Meckern auf sehr hohem Niveau“.

Den Helder Stadt
Den Helder Navy

Die Ballungsgebiete um Amsterdam, Rotterdam und De Haag sind ein wahrer Augenschmaus! Hier wird enorm viel an Autogen dargestellt. Das geht natürlich auf die Framerate, aber ohne AI und ohne niederländische Fremdairports auf meinem Rechner ging es mit der Majestic Dash8 recht gut.

Amsterdam Schiphol (EHAM)
Amsterdam Downtown

Weiter südlich, z.B. auf Zealand, ist die Landschaft wieder toll getroffen. Es ist klar, dass man hier keine einzelnen Häuser an ihrer richtigen Stelle findet. Aber ich habe alle von mir besuchten Orte wie Domburg, Middelburg oder Zierikzee an ihrer  richtigen Stelle gefunden. Die Umgebung passt ebenfalls, auch die Beschaffenheit der Strände wie zum Beispiel Sand, Gras oder Dünen. Bei Zierikzee zum Beispiel stimmen Größe und Bebauungsart, hier gibt es nichts zu meckern. Sogar die Windmühle am Hafen ist zu finden.

Zierikzee

Hingegen fehlen wieder die Kirche und etliche andere markante Landmarken wie die Stadttore. Dagegen ist der Segelflugplatz Haemstede perfekt dargestellt. Hier ist übrigens tatsächlich sehr viel Betrieb, wohl zumeist kurze Rundflüge. Die Umgebung des Platzes stimmt perfekt, Lage und Vegetation wie auch Infrastruktur passen.

Was wären die Niederlande ohne ihre Wasserbauwerke. Das Ooster Schelde Sperrwerk ist ein imposantes Bauwerk, ich bin dort mit dem Fahrrad herumgefahren und es ist im Simulator leicht zu erkennen. Insgesamt bin ich der Auffassung, dass man mit einer entsprechenden Landkarte leicht im Simulator durch die virtuellen Niederlande navigieren kann!

Schelde Sperrwerk

Wie bei ORBX üblich finden wir auch hervorragende Beleuchtung, besonders die Dämmerung hat es mir angetan. Jahreszeiten werden natürlich auch berücksichtigt, auch wenn es in den Niederlanden nicht allzu viel Schnee gibt.

Rotterdam

Klaus:Im Großen und Ganzen  hat es mir dieses Addon durchaus angetan, es macht Spaß unseren westlichen Nachbarn virtuell zu besuchen. Sei es mit „Leichtgeflügel, Dickblech oder Helikoptern“, ich hatte immer recht ordentliche Frameraten und das bei recht hohen Grundeinstellungen der Komplettszenerie (nach ORBX Vorgaben). Natürlich kommt es dabei auf die Rechnerausstattung an die bei meiner Konfiguration im guten Mittelfeld liegen sollte. Es lief immer das Wetter von AktivSky/ASCA und auch die Flugzeuge waren durchaus anspruchsvoll. Allerdings habe ich bei mir keinen zusätzlichen AI-Verkehr am Laufen.

Schiphol (EHAM)

Gunter: Alles in Allem kann man das Addon ORBX EU Netherlands True Earth als überaus gelungen bezeichnen. Es hält im Wesentlichen, was es verspricht und es macht riesig Spaß in den Niederlanden VFR zu fliegen.

Allerdings wage ich mir kaum auszudenken, welche Download-Größen auf uns zukommen, wenn zum Beispiel Deutschland oder gar Southern California in dieser Technik angeboten werden.

Unser Dank geht an ORBX für die Review-Copy!

Weitere Screenshots:

 

Für Friendly Flusi: Klaus aka Ubootwilli und Gunter aka Viking01

Review ORBX FTX CityScene Gold Coast

This is a German/English review. Please find the English version below!

Australien-Fans ist die Stadt Gold Coast in Queensland sicher ein Begriff. Diese Stadt, etwas südlich von Brisbane gelegen, ist eine der populärsten Touristen – Ziele in Australien. Sie liegt etwa 70 km südlich von Brisbane, – wie der Name schon vermuten läßt – an der Ostküste Australiens. Dort herrscht subtropisches Klima und man findet herrliche Strände sowie hervorragende Bedingungen zum Surfen. Kein Wunder also, dass hier die Tourismus- und Ferienindustrie blüht.

Citysicht

Zudem findet man im Ortsteil Surfers Paradise mit dem Q1-Tower den derzeit höchsten Wolkenkratzer der Südhalbkugel. Die ganze Gegend um die Stadt ist geprägt von vielen künstlichen Wasserwegen und zieht – wie z.B. Florida in den USA – viele Rentner an. (Quelle: Wikipedia).

Wolkenkratzer

Dieses Gebiet wird uns nun für die bekannten Flugsimulatoren FSX (Boxed und Steam) sowie allen Varianten von P3D von ORBX angeboten. FTX CityScene Gold Coast ist die erste Arbeit von Allen Kriesman für ORBX. Allen ist ja in der Szene kein Unbekannter, sein Name ist verbunden mit Scenery Solutions und natürlich UTX! Er bringt seine Erfahrung und seine Technologie mit zu ORBX und so soll CityScene Gold Coast das erste Produkt einer Reihe von weiteren CityScapes und Stadtzentren in der ganzen Welt sein. Man darf gespannt sein!

CityScene Gold Coast bildet ein Gebiet von ungefähr 600 qkm ab, im Wesentlichen entlang der Küste. Der größte Teil dieses Gebiets wird mit einer Genauigkeit von 60cm wiedergegeben, der Flugplatz Southport sogar mit 7cm. Der in diesem Gebiet gelegene Flugplatz Gold Coast Intl. Airport (YBCG) ist dabei als eigenes Produkt in der Entstehung und jetzt, nur ein bißchen verbessert, eher als Platzhalter, dargestellt. Enthalten ist ebenfalls eine einfache Darstellung von Southport Airfield (YSPT), dazu kommen wir noch. Zudem gibt es „Lite“-Versionen einiger Heliports. Was wo zu finden ist, zeigt die Karte:

Coverage Area

Aber für dieses Produkt ist die möglichst realitätsnahe Wiedergabe der gesamten Küste das erklärte Ziel. So wird CityScene Gold Coast mit bisher nicht gekannter Genauigkeit bei der Platzierung der Gebäude beworben, ebenso mit einem enormen Detailreichtum bei Autogen, Vegetation und Infrastruktur. Die Genauigkeit der Gebäude und der Detailreichtum sollen besser spürbar als bisher sein. Basis der Szenerie sind fotoreale und Orthoimage Daten. Der Strassenverkehr wird ebenso integriert wie das passende Mesh und Vector-Daten und natürlich die exakten Landclas-Daten. Entscheidend dabei ist natürlich, dass man das alles auch ohne Ruckeln geniessen kann. Und dafür soll Allen’s neue Next-Gen CityScene Technologie verantwortlich sein. Empfohlen wird, dass man entweder ORBX Australien installiert hat oder Global. Damit ist der Übergang zwischen den Szenerien optimiert.

Marina

Ein weiteres Versprechen hat mich auch erfreut: ORBX will sich wieder mehr Australien zuwenden. Ich fliege dort sehr gerne und bin gespannt, was da so kommt….

Über den Kauf, den Download und die Installation muss man wohl bei ORBX Produkten nichts mehr schreiben. Es funktioniert problemlos. Das Produkt kostet zur Zeit AUD 24,95 und man muss etwa 1,17 GB herunterladen.

Pool auf dem Dach

Um die Darstellung der Szenerie nachvollziehbar zu machen, habe ich meinen P3D V4.2 genauso eingestellt, wie ORBX es im Handbuch empfiehlt, also Level of Detail Radius auf Large, Global Texture Resolution auf Max, Mesh Complexity auf 100, Mesh resolution auf 5m, Texture resolution 7cm, Scenery Complexity auf Very Dense, Autogen auf Normal und moderaten GA-AI-Verkehr und etwa 20% Autoverkehr.

Near YBCG

Alle anderen Einstellungen sind im Bereich „Normal“. 

Schauen wir uns also mal um in der CityScene Gold Coast von ORBX.

Ich starte in YSPT und drehe in Richtung Küste. Sollte man die OZx-Szenerien installiert haben, müssen die entsprechenden 5 YSPT-Dateien deaktiviert werden, sonst hat man dort Probleme. Der Platz ist leider nicht als Startpunkt im P3D anwählbar, ebensowenig kann man von den Heliports aus starten.

Wolkenkratzer 2

Was sofort auffällt ist die hohe Dichte an Autogen und die erstaunliche Vielfalt der Objekte. Es ist ein bißchen übertrieben, aber oberflächlich betrachtet sieht jedes Haus anders aus. Das stimmt natürlich nicht ganz, aber die verschieden Arten von Häusern entsprechen der jeweiligen Siedlung mit den dortigen Eigentümlichkeiten. Und das bezieht sich nicht nur auf die sehr detaillierten Wolkenkratzer an der Küste. Auch im Inland sieht man genaue Unterschiede bei den verschiedenen Siedlungen.

Verschiedene Siedlungen

Dazu passt auch die Vegetation, viele Bäume scheinen genau platziert an der richtigen Stelle zu stehen. Die bekannten Points of Interest (POI) sind natürlich auch vorhanden wie zum Beispiel Stadien oder Rennbahnen, der Vergnügungspark und die diversen größeren und kleineren Marinas. Ich glaube sofort, dass hier über 69.000 Objekte, 119.000 Gebäude und 1,12 Millionen Bäume verwendet wurden.

Window-View

Die Texturen sind sehr abwechslungsreich und scharf, der Autoverkehr fährt auf den Strassen und nicht daneben. Etwas weniger schön sind die verwaschenen Texturen dort, wo Luftbilder genommen wurden, die aus der Nähe betrachtet verwaschen wirken. Das fällt zum Beispiel auf Parkplätzen auf oder auch am Flugplatz YSPT, der aber auch nur als „Lite“-Version beworben wird. Auch gibt es ein paar Brücken und Strassenübergänge, die ungenau sind bzw. etwas arg kantig wirken.  Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Stadium

Wirklich gelungen ist aber die Performance. Man kann die ganze Küste entlang fliegen ohne dass es ruckelt oder die Frames einbrechen. Das ist, gemessen an der Masse an Details, höchst bemerkenswert und aus meiner Sicht sehr positiv.

Fun Park

In der Produktbeschreibung wird auch die besonders abgestimmte Beleuchtung beweorben. So besonders speziell finde ich die aber nicht, was nicht heissen, soll das die Beleuchtung schlecht ist.

Dusk
Night

Als Fazit bleibt der Eindruck, hier ein sehr schönes Stück Australien vor sich (oder unter sich) zu haben. Es gibt sehr viel zu sehen, und viele andere ORBX-Destinationen sind nicht weit entfernt: Coffs Harbour, Brisbane, Redcliff und Caloundra sind in etwa einer Stunde erreichbar, Hervey Bay, Bundaberg, Port Macquarie, Tamworth und Bathurst sind etwas weiter entfernt. Und auch Sydney Intl. ist nur 280 NM weit weg.

Waterways

Ob die CityScene Gold Coast nun eine so bemerkenswerte Verbesserung darstellt ist vermutlich Geschmacksache. Ich meine aber, die Dichte des Autogen und die trotzdem hervorragende Performance sprechen für sich und gebe eine klare Empfehlung für diese Szenerie.

Ein paar weitere Screenshots:

Klaus aka Ubootwilli und Gunter aka Viking01 für Friendly Flusi

English version:

Australia fans will probably know the city of Gold Coast in Queensland. This city, located just south of Brisbane, is one of the most popular tourist destinations in Australia. It is located about 70 km south of Brisbane – as the name suggests – on the east coast of Australia. There is a subtropical climate and you will find beautiful beaches and excellent surfing conditions. No wonder, then, that the tourism and holiday industry is flourishing here.

Citysicht

In addition, in the district of Surfers Paradise you will find the Q1 Tower, currently the highest skyscraper in the southern hemisphere. The whole area around the city is dominated by many artificial waterways and attracts many pensioners, such as Florida in the USA. (Source: Wikipedia).

Wolkenkratzer

This area is now offered to us from ORBX for the popular FSX (Boxed and Steam) flight simulators and all P3D variants. FTX CityScene Gold Coast is Allen Kriesman’s first work for ORBX. He is no stranger to the scene, his name is associated with Scenery Solutions and of course UTX! He brings his experience and technology to ORBX, making CityScene Gold Coast the first product in a series of other CityScapes and city centers around the world. One can be excited!

City Scene Gold Coast covers an area of approximately 600 sq km, mainly along the coast. The largest part of this area is reproduced with an accuracy of 60cm, the Southport airfield is reproduced with an accuracy of even 7cm. The Gold Coast Intl. airport (YBCG) in this area is in the process of being created as a separate product and is now only slightly improved, more like a placeholder. Included is also a simple representation of Southport Airfield (YSPT), we’ll get to that. There are also „Lite“ versions of some heliports. The map shows what can be found where:

Coverage Area

But for this product, the declared aim is to reproduce the entire coastline as realistically as possible. CityScene Gold Coast is advertised with unprecedented accuracy in the placement of buildings, as well as an enormous wealth of details in terms of autogen, vegetation, and infrastructure. The accuracy of the buildings and the richness of detail should be better perceptible than before. The scenery is based on photo-real and orthoimage data. The road traffic will be integrated as well as the matching mesh and vector data and, of course, the exact landclas data. Of course, it is crucial that you can enjoy all this without any stutters or blurries. And that’s what Allen’s new Next-Gen CityScene Technology is supposed to achieve. ORBX recommends installing either ORBX Australia or Global. This optimizes the transition between the scenarios.

Marina

I was also pleased with another promise: ORBX wants to return to Australia again. I love to fly there and am excited about what’s coming…..

There is no need to say anything about the purchase, download, and installation of ORBX products. It works without a hitch. The product currently costs AUD 24.95 and you have to download about 1.17 GB.

Pool auf dem Dach

In order to make the presentation of the scenery transparent, I put my P3D V4.2 settings exactly as ORBX recommends it in the manual, i. e. Level of Detail Radius on Large, Global Texture Resolution on Max, Mesh Complexity on 100, Mesh Resolution on 5m, Texture Resolution 7cm, Scenery Complexity on Very Dense, Autogenous on Normal and moderate GA-AI traffic and about 20% car traffic.

Near YBCG

All other settings are to „Normal“.

So let’s have a look at the CityScene Gold Coast from ORBX.

I’m starting in YSPT and heading for the coast. If you have the OZx-sceneries installed, you have to deactivate the corresponding 5 YSPT-files, otherwise, you will have problems there. The airfield is unfortunately not selectable as a starting point in P3D, nor can you start from the heliports.

Wolkenkratzer 2

What immediately stands out is the very high density of autogen and the amazing variety of objects. It’s a little exaggerated, but with a quick glance, each house looks different. That’s not quite true, but the different types of houses represent the particular settlement with its peculiarities. And this does not only refer to the very detailed skyscrapers on the coast. Also inland one sees exact differences in the different settlements.

Verschiedene Siedlungen

The vegetation is also suitable, many trees seem to be placed exactly in the right place. Of course, the famous Points of Interest (POI) are also available, such as stadiums or racecourses, the amusement park and the various larger and smaller marinas. I’m convinced that over 69,000 objects, 119,000 buildings, and 1.12 million trees were used here.

Window-View

The textures are very varying and sharp, the traffic runs on the roads and not next to them. Some blurred textures are a little less beautiful where aerial photographs have been taken. These appear to be fuzzy at close range. This is noticeable, for example, in parking lots or at the YSPT airfield, but it is correctly advertised as a „Lite“ version. There are also a few bridges and road crossings which are inaccurate or seem to be somewhat angular.  But that’s high-level complaining.

Stadium

But the biggest improvement is the performance. You can fly along the whole coast without stutters loss of framerate. Considering the extreme amount of detail, this is highly remarkable and, in my view, very positive.

Fun Park

In the product description, the custom 3D lighting is advertised. But I don’t find the lighting that special, which doesn’t mean that the lighting is bad, it just doesn’t stand out.

Dusk
Night

As a result, I have the impression that with CityScene Gold Coast ORBX delivered a very nice piece of Australia for us Flightsim enthusiasts. There is a lot to see, and other ORBX destinations are not far away: Coffs Harbour, Brisbane, Redcliff and Caloundra can be reached in about an hour, Hervey Bay, Bundaberg, Port Macquarie, Tamworth and Bathurst are a little further away. Sydney Intl. is only 280 NM away.

Waterways

Whether the CityScene Gold Coast is such a remarkable improvement is probably a matter of taste. In my opinion, the density of the autogen and the oustanding performance speak for themselves and give a clear recommendation for this scenery.

Some more screenshots:

Klaus aka Ubootwilli and Gunter aka Viking01 für Friendly Flusi